Die Schreibwerkstatt Geomantie ist eröffnet!
In der ersten Jahreshälfte 2009 war die Zeitschrift Hagia Chora aufgrund rückgängiger Anzeigenumsätze in große finanzielle Schwierigkeiten geraten. Dieser Engpass wurde mit Hilfer vieler Beiträge von Leserinnen und Lesern überwunden. Wir möchten uns hier noch einmal ganz herzlich bei allen bedanken, die der Zeitschrift Förderbeiträge geschickt haben. Dies hat uns auch ermutigt, für Hagia Chora eine neue Ausrichtung zu suchen, in der wir noch dichter im Austausch mit den Leserinnen und Lesern, Autorinnen und Autoren das Heft gestalten.
Deshalb möchten wir gerne gemeinsam mit Ihnen ein Experiment wagen. Eine Schreibwerkstatt, in der wir kurze Texte von Leserinnen und Lesern über geomantische Erfahrungen veröffentlichen. Durch diese Texte können wir uns gegenseitig ermutigen, auf eine freiere, vielfältigere und reichere Art über geomantische Erlebnisse zu sprechen, als in den bisherigen, teilweise doch recht eingefahrenen Bahnen der typischen Vokabeln in Texten über Geomantie.
Die Einladung lautet: Beschreiben Sie auf einer A4-Seite eine geomantische Wahrnehmung, sei es auf einem Berggipfel, in einer Kathedrale oder in der U-Bahn, in der für Sie eine Erkenntnis oder Inspiration gelegen hat, die Sie mit anderen teilen möchten. Versuchen Sie, dabei die Sprache nicht als etwas Einengendes oder die reiche Wahrnehmung Reduzierendes zu empfinden, sondern verbinden Sie die Sprache ganz mit Ihrem Erlebnis und finden Sie einen Weg, sich authentisch auszudrücken.
Mit dieser Einladung verbinden wir den Wunsch, dass sechs Aspekte in diesen Texten realisiert sind:
- Freiheit – den Gedanken keine Grenzen setzen, keine Scheu haben und glauben, man könne nicht schreiben.
- Fülle – sich trauen, einen reichen Text zu schreiben, der die eigene Ausdrucksfähigkeit ganz ausschöpft.
- Authentizität – bei dem bleiben, was wirklich erlebt und gefühlt wurde, gängige Geomantie-Vokabeln wie "Energie" etc. vermeiden. (Eine Energie selbst ist im Grunde uninteressant, wenn man das zugehörige Gefühl, ihre Farbe, ihren Duft, ihren Klang nicht erfährt.)
- Fülle – sich trauen, einen reichen Text zu schreiben, der die eigene Ausdrucksfähigkeit ganz ausschöpft.
- Reife – einen erwachsenen Text in vollständigen Sätzen, der eine gesunde Reflexionsfähigkeit gegenüber dem Erlebnis vermittelt.
- Selbstbewusstsein – einen Text, der verdeutlich, dass der Schreiber zu seiner eigenen Wahrnehmung steht, sie für wahr nimmt, aber nicht absolut setzt.
Die Länge der Texte: 3.000 Zeichen inkl. Leerzeichen, das entspricht ca. einer A4-Seite, beschrieben mit einer 12-Punkt-Schrift.
Dieses Experiment möchten wir über einen längeren Zeitraum betreiben. Wenn wir sehr viele Einsendungen erhalten, werden wir eine Auswahl treffen und einen Teil der Texte nur online veröffentlichen. Bei Bedarf werden wir die Texte lektorieren – wir erwarten also keine literarisch perfekten Einsendungen, sondern vor allem authentische Aussagen. An Fehlern oder stilitischen Schwächen können wir in Absprache mit den AutorInnen weiterarbeiten. Deshalb keine Angst – wer Lust hat auf dieses Experiment ist herzlich zur Schreibwerkstatt eingeladen und wird von uns alle notwendige Unterstützung oder bei Bedarf auch Beratung erhalten.
Wir freuen uns auf Feedback und eure Zusendungen an Lara Mallien, lm@humantouch.de.
Alle Abonnentinnen und Abonnenten, die Hagia Chora auch in der Zukunft und dauerhaft unterstützen möchten, können auf der folgenden Seite ihr bisheriges Abonnement in ein Förderabonnement umwandeln